2020-04-06 | Im Gebet verbunden

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.. mit Gott

Heute Morgen hat im Selfkant im alten Pfarrhaus in Höngen eine neue Gebetsinitiative begonnen. Das Allerheiligste ist zur Anbetung ausgesetzt – zunächst einmal bis Mittwoch um 8:00 Uhr und ab Ostersonntag dann jeweils von Sonntag 21:00 Uhr bis Mittwoch 8:00 Uhr.

Wegen der Corona-Pandemie dürfen leider aktuell nur je zwei Beter vor Ort sein. Bitte gehen Sie daher nicht einfach dort vorbei, sondern melden Sie sich bei den Organisatoren. Es werden noch Beter gesucht, die regelmäßig oder als „Springer“ ein bis zwei Stunden Anbetung wöchentlich übernehmen. Der Wunsch ist ganz klar, die Eucharistische Anbetung auszuweiten auf 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche.

Wenn die Corona-Krise überwunden ist, soll der Anbetungsraum offen sein für alle – weil Jesus Christus im Allerheiligsten wirklich gegenwärtig ist. Weil Er uns kennt und liebt, tröstet und heilt, ermutigt, leitet und stärkt wie niemand sonst. Weil Er der Herr ist und wert, angebetet zu werden.

Es ist wohl eine besondere Fügung, dass ausgerechnet jetzt eine neue Initiative zur Eucharistischen Anbetung startet, wo viele Kirchen geschlossen sind, die meisten von uns nicht unmittelbar teilnehmen können an der Hl. Messe und die Heilige Kommunion nicht leiblich empfangen können. Das war in der Planung der Initiative so gar nicht abzusehen. (Hier unser Bericht darüber)
Die Beter in Höngen beten nun noch direkter stellvertretend für die ganze Kirche..

Wunderbar auch, dass Gott immer mehr Priester weltweit dazu bewegt, das Allerheiligste und Seinen Segen zu den Menschen zu tragen. Auch im Selfkant gibt es seit dem 29. März täglich um 20 Uhr eine kleine Prozession mit dem Allerheiligsten; jeden Tag per Auto durch einen anderen Ortsteil. Vor allem den Menschen im besonders betroffenen Kreis Heinsberg möge dies Heilung und Schutz bringen.  

.. für unser Land

Eine ungewöhnliche und doch eigentlich so naheliegende Idee: eine Gruppe von Leitern christlicher Initiativen rund um das Gebetshaus Augsburg rufen angesichts der aktuellen Krise ganz Deutschland auf zum gemeinsam Gebet für unser Land. Die Initiatoren schreiben:

„Am Mittwoch, den 8. April, beginnt das jüdische Pessachfest. Das Volk Israel denkt daran, wie Gott es durch Plagen hindurch aus der Gefangenschaft befreit hat. Wir rufen dazu auf, an diesem Tag von 17:00 bis 18:30 Uhr gemeinsam zu beten: für Kranke und Gesunde, für alle, die jetzt wichtige Dienste leisten. Für unser Land! Wir beten gemeinsam! Online! Aus unseren Häusern und Wohnungen! Verbundenheit statt Isolation – Hoffnung statt Angst. Unser Land braucht Gottes Hilfe und wir wollen ein deutlich sichtbares Zeichen setzen.“

Die Unterstützerliste ist inzwischen lang und umfasst u. a. etliche Bischöfe, freikirchliche Gemeinschaften, Hilfsorganisationen, Ordensleute und Menschen des öffentlichen Lebens. Auch Christus in die Mitte! ist mit dabei.

Unter deutschlandbetetgemeinsam.de/ gibt es weitere Informationen und die Möglichkeit, sich in die Beterliste einzutragen.
Und hier geht’s zum Livestream.

.. über TV, Radio, Internet, Telefon

In diesem Tagen sind moderne Kommunikationsmittel eine gute Hilfe; nicht nur fürs Arbeiten im Homeoffice, für die Organisation von Unterstützungsangeboten für Bedürftige oder den Videoanruf der Enkel bei den Großeltern, sondern auch für das innere Leben.
Inzwischen gibt es eine ganze Vielzahl von Gemeinden, Konventen und Gemeinschaften, an deren Gottesdiensten und Gebetszeiten wir per Radio, Fernsehen oder Internet teilnehmen können. Hier eine kleine Zusammenstellung von Angeboten speziell für die Heilige Woche.

Es bietet sich an, sich auch in privaten Gebetsgruppen per Telefonkonferenz zum Gebet zu versammeln. Das mag zwar ungewohnt sein, ist aber doch jedenfalls besser, als das gemeinsame Gebet aufzugeben. Denn gerade jetzt sind wir besonders darauf angewiesen, mit Gott und untereinander verbunden zu bleiben.

Die Katechesegruppe Gaudete z. B. wird die Nacht des Wachens von Gründonnerstag auf Karfreitag per Video-Konferenz gestalten und heißt weitere Mitbeter herzlich willkommen.

Was nach wie vor nicht online, sondern nur persönlich geht, ist der Empfang des Bußsakraments. Daher hier nochmal aktuelle Beichtgelegenheiten im Bistum Aachen.

Um Gottes Segen, Gesundheit und Heil für alle Seelen im Gebet verbunden,

Ihr Christus in die Mitte! – Team


Foto: Gerd Altmann auf Pixabay