2019-04-14 | Palmsonntag

Mit dem Palmsonntag beginnt die Heilige Woche. Wir wollen Jesus begleiten auf Seinem Weg und nachvollziehen, was dieser Weg für uns bedeutet und wer Er ist.
Bereiten wir dem König einen würdigen Empfang, wenn Er einziehen will in unser Herz?
Sind wir bereit, ihm unser Vermögen vor die Füße zu legen; Ihn mit Lobpreis zu ehren, wenn die Mehrheit schweigt?
Werden wir an Seiner Seite bleiben, wenn es hart auf hart kommt?

An Palmsonntag prallen Gegensätze aufeinander:
der König der Könige reitet auf einem Esel,
in den Gottesdiensten erklingt festlicher Jubel und bittere Passion,
wir singen „Hosanna“ und erschaudern beim „Kreuzige Ihn!“..

In den kommenden Tagen gilt es, sich Schritt für Schritt tiefer einzulassen auf das Geheimnis
und den Osterdurchgang innerlich mitzugehen.
Der Psalm 22, dem der Eingangsgesang* der Hl. Messe des Palm- und Passionssonntags nach tridentinischem Ritus entnommen ist, eignet sich dabei als „Handlauf“. Weitere Wegbegleitung finden Sie u. a. hier:

2019-04-16 | Tag der Barmherzigkeit
2019-04-16 | „Wer ist der Mann auf dem Tuch?“ – Grabtuchausstellung
2019-04-17 | Der Herr ist wahrhaft auferstanden! – Mitfeier der Kar- und Ostergottesdienste
2019-04-17 | Kartage im Noviziat für junge Männer (ab 16 Jahren)
2019-04-17 | Christustage 2019 in St. Anton in Kempten
2019-04-17 | Thrive-Mission-Camp für Jugendliche (15-18 Jahre)
2019-04-17 | Christus ist wahrhaft auferstanden – Ostertage in der Provence mit Notre Dame de Vie
2019-04-18 | Nacht des Wachens am Gründonnerstag
2019-04-18 | Jesus is RISING – Das Osterevent

Eine gesegnete Karwoche!

Ihr Christus in die Mitte! -Team


Psalm 22
2 Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen, bleibst fern meiner Rettung, den Worten meines Schreiens?
3 Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch Du gibst keine Antwort; und bei Nacht, doch ich finde keine Ruhe.
4 Aber Du bist heilig, Du thronst über dem Lobpreis Israels.
5 Dir haben unsere Väter vertraut, sie haben vertraut und Du hast sie gerettet.
6 Zu Dir riefen sie und wurden befreit, Dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.
7 Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, der Leute Spott, vom Volk verachtet.
8 Alle, die mich sehen, verlachen mich, verziehen die Lippen, schütteln den Kopf:
9 Wälze die Last auf den Herrn! Er soll ihn befreien, Er reiße ihn heraus, wenn Er an ihm Gefallen hat!
10 Du bist es, der mich aus dem Schoß meiner Mutter zog, der mich anvertraut der Brust meiner Mutter.
11 Von Geburt an bin ich geworfen auf Dich, vom Mutterleib an bist Du mein Gott.
12 Sei mir nicht fern, denn die Not ist nahe und kein Helfer ist da!
13 Viele Stiere haben mich umgeben, Büffel von Baschan mich umringt.
14 Aufgesperrt haben sie gegen mich ihren Rachen, wie ein reißender, brüllender Löwe.
15 Hingeschüttet bin ich wie Wasser, gelöst haben sich all meine Glieder, mein Herz ist geworden wie Wachs, in meinen Eingeweiden zerflossen.
16 Meine Kraft ist vertrocknet wie eine Scherbe, die Zunge klebt mir am Gaumen, Du legst mich in den Staub des Todes.
17 Denn Hunde haben mich umlagert, eine Rotte von Bösen hat mich umkreist. Sie haben mir Hände und Füße durchbohrt.
18 Ich kann all meine Knochen zählen; sie gaffen und starren mich an.
19 Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.
20 Du aber, Herr, halte Dich nicht fern! Du, meine Stärke, eile mir zu Hilfe!
21 Entreiße mein Leben dem Schwert, aus der Gewalt der Hunde mein einziges Gut!
22 Rette mich vor dem Rachen des Löwen und vor den Hörnern der Büffel! – Du hast mir Antwort gegeben.
23 Ich will Deinen Namen meinen Brüdern verkünden, inmitten der Versammlung Dich loben.
24 Die ihr den Herrn fürchtet, lobt Ihn; all ihr Nachkommen Jakobs, rühmt Ihn; erschauert vor Ihm, all ihr Nachkommen Israels!
25 Denn Er hat nicht verachtet, nicht verabscheut des Elenden Elend. Er hat Sein Angesicht nicht verborgen vor ihm; Er hat gehört, als er zu Ihm schrie.
26 Von Dir kommt mein Lobpreis in großer Versammlung, ich erfülle mein Gelübde vor denen, die Ihn fürchten.
27 Die Armen sollen essen und sich sättigen; den Herrn sollen loben, die Ihn suchen. Aufleben soll euer Herz für immer.
28 Alle Enden der Erde sollen daran denken und sich zum Herrn bekehren: Vor Dir sollen sich niederwerfen alle Stämme der Nationen.
29 Denn dem Herrn gehört das Königtum; Er herrscht über die Nationen.
30 Es aßen und warfen sich nieder alle Mächtigen der Erde. Alle, die in den Staub gesunken sind, sollen vor Ihm sich beugen. Und wer sein Leben nicht bewahrt hat,
31 Nachkommen werden ihm dienen. Vom Herrn wird man dem Geschlecht erzählen, das kommen wird.
32 Seine Heilstat verkündet man einem Volk, das noch geboren wird: Ja, Er hat es vollbracht.


*„Du aber, Herr, halte Dich nicht fern.“ (Ps 22,20)


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