Glaubenszeugnisse

Jesus sagt: „Bittet und es wird euch gegeben, sucht und ihr werdet finden, klopft an und es wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt, wer sucht, der findet, und wer anklopft, dem wird geöffnet.(Lk 11,9-10)

    2018.11 | Jesus trägt durch schwere Zeiten
    Ich bin 62 Jahre alt und von Beruf Krankenpfleger. Ich bin mit meiner Frau 15 Jahre verheiratet. Sie leidet seit 25 Jahren an Multipler Sklerose. Es ist eine chronische Erkrankung, die Jahr für Jahr schlechter wird. Es ist sowohl die physische als auch die psychische Entwicklung damit gemeint.
    Da ich voll berufstätig bin und sie zu pflegen habe, komme ich schnell an meine Grenzen. Zweimal war ich in den letzten Jahren schon wegen Burn-out zur Kur. Ich weiß nie, wie sie am nächsten Tag ist. Freunde werden auch schon weniger, aber die, die bleiben sind echte Freunde.
    Mein Glaube hat mir in dieser Zeit viel geholfen; Menschen, die für einen gebetet haben und beten. Gott, Jesus und der Heilige Geist sind immer da. Sie tragen und verstehen mich.


    2018.11 | Meine Erfahrungen mit dem Rosenkranzgebet
    Angeleitet durch meine fromme Mutter, begonnen in der Jugendzeit – 1x täglich – freiwillig – ein „Gegrüßet seist du, Maria“….. (30 Sekunden) zu Ehren der Mutter Gottes, für wechselnde Anliegen. Später dann zwei „Ave Maria“ täglich, irgedwann ein ganzes Gesätz (fast täglich, nur 5 Minuten).
    Was erfuhr ich durch dieses Beten?
    – erst einmal ….. nichts,
    – im weiteren Verlauf ….. nichts,
    und so weiter, eine unbestimmte Zeit lang. Ich betete weiter, oft beim Autofahren, später dann zwei Gesätze täglich, dann drei, … vier…. fünf Gesätze, einen ganzen Rosenkranz, ohne festen Vorsatz, quasi von selbst.
    Auf einmal spürte ich: …es tut mir gut. Irgendwann – plötzlich – spürte ich eine wachsenden Liebe zur Mutter Gottes, zu Christus, zum Glauben.
    Dann las ich die Geschichte von den Erscheinungen der Mutter Gottes in Fatima 1917, von ihrer Bitte an die drei Seherkinder:… „Betet viel, betet täglich den Rosenkranz!“
    Ich tat es, täglich, nicht immer alle 5 Gesätze. – Zu Beginn war es mühsam, aber es gelang nach einiger Zeit…
    Auf einmal fiel mir das Beten leichter. – Und wenn ich damit einmal aussetzte – aus verschiedenen Gründen – fehlte mir das inzwischen lieb gewordene Gebet.
    Mit innerer Freude bete ich ihn ständig, inzwischen über 25 Jahre, geduldig, zur Ehre der Mutter Gottes, mit großem Vertrauen und Dank an GOTT, um Schutz, Hilfe im Alltag,… für viele Anliegen.
    Durch das beharrliche Beten spüre ich in mir:
    – das Wirken des Heiligen Geistes,
    – mehr Liebe zur Kirche,
    – Zuversicht bei Enttäuschungen,
    – bessere Schmerz- und Leidbewältigung,
    – Kraft für die Alltagspflichten
    – eine innere Erneuerung.
    Hilft das Rosenkranzgebet?
    Einfach anfangen, geduldig und mit „langem Atem“,
    mit Vertrauen durchhalten, … sich überraschen lassen.
    Ein jeder erfährt dann eine eigene innere Verbesserung,
    neue Zuversicht, Gelassenheit und Freude am Glauben.
    Halleluja!


2019.01 | „Grünes Licht“
Seit meiner Scheidung hatten mein Mann und ich viele Jahre lang keinen Kontakt miteinander. Aus Anlass eines Ehejubiläums bat ich Gott, mir einzugeben, ob ich meinem Mann schreiben sollte. Es verging eine geraume Zeit ohne Antwort auf mein Gebet.
Als ich einmal wieder im Kloster der Schwestern von Bethlehem in Belgien war und am letzten Tag meines Aufenthaltes Christus im Tabernakel à Dieu sagte, wiederholte ich nochmals meine Bitte – zugegeben etwas enttäuscht wegen Seines Schweigens.
Bei meiner letzten Kniebeuge bemerkte ich einen grün schimmernden Lichtstrahl, der vom Tabernakel ausging. Ich sah genauer hin: nirgends war eine solche Lichtquelle, ich war allein in der Kapelle, in der es nur weiße Wände, Decken und Fliesen gab.
So also, liebevoll lächelnd, gab mir der Herr „grünes Licht“ für mein Vorhaben!