2022-12-18 | Guter Hoffnung

Kriege, Energiekrise, Inflation, Pandemie, Hunger… so viel Unrecht! In diese Welt noch ein Kind setzen; einen Konsumenten mehr, der den Klimawandel beschleunigt? Nicht wenige Zeitgenossen denken, dass das heute kaum noch zu verantworten ist.

Kinder kosten. Geld, Zeit, Nerven, einen Teil der persönlichen Freiheit.
Kinder können anstrengend sein, Pläne durcheinanderbringen, die Prioritäten derer, auf die sie angewiesen sind, mit ihrer bloßen Existenz völlig neu sortieren.
Es gehört schon einiges an Mut dazu, sich für ein Kind zu entscheiden. Besonders, wenn es „ungeplant“ kommt.

In diesen Tagen vor Weihnachten bereiten wir uns vor auf das Fest der Geburt eines Kindes.
Der hl. Papst Johannes Paul II erinnert uns in seiner Enzyklika Evangelium vitae:
Am Beginn des Heils steht die Geburt eines Kindes, die als frohe Nachricht verkündet wird: »Ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr« (Lk 2, 10-11). Gewiss ist es die Geburt des Erlösers, die diese »große Freude« ausstrahlt; aber zu Weihnachten wird auch der volle Sinn jeder menschlichen Geburt offenbar, und die messianische Freude erscheint so als Fundament und Erfüllung der Freude über jedes Kind, das geboren wird (vgl. Joh 16, 21).

Am Mittwoch, den 28. Dezember 2022, am Gedenktag der unschuldigen Kinder, die Herodes töten ließ aus Angst um seinen Thron (Mt 2,16-18), findet in Aachen wieder die alljährliche Lichterprozession statt.

Programm:
17:45 Uhr Rosenkranzgebet in St. Adalbert
18:15 Uhr Lichterprozession zum Aachener Dom
19:00 Uhr Eucharistiefeier im Aachener Dom

Wir beten und gehen auf die Straße für die ungeborenen Kinder, ihre Mütter und für die Würde und das Lebensrecht des Menschen von der Zeugung bis zum natürlichen Tod.
Das es wichtig ist, daran zu erinnern, zeigt die Statistik. Im Jahr 2021 wurden ca. 11 % aller Schwangerschaften abgebrochen. Auf ca. 800.000 Geburten kommen ca. 100.000 abgetriebene Kinder.
Häufigster Beweggrund dabei: Druck durch Dritte, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Als Christen haben wir die Pflicht, uns für eine Kultur des Lebens einzusetzen; für die Hoffnung, an der es heute immer öfter zu mangeln scheint. Es gilt, die Ängste werdender Eltern ernst zu nehmen, ihnen wo immer nötig Unterstützung anzubieten und Perspektiven zu eröffnen für das Leben.
Dafür zu beten und öffentlich darauf aufmerksam zu machen, ist ein guter Anfang.

Alle Infos zur Lichterprozession auch auf dem Flyer.
Herzliche Einladung!


Eine bedenkenswerte Adventspredigt von Papst Benedikt, 2010 hier.

Foto Titel: pixabay
Foto Aachener Dom: A. Vogg