2020-06-24 | Johannes der Täufer

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24. Juni  Geburtstag

Im Johannes-Evangelium erfahren wir über Johannes den Täufer: Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. (Joh 1, 6-8)

Die Geschichte von Johannes dem Täufer zeigt uns, wie Gott einen Menschen auserwählt, um eine wichtige Aufgabe in der Heilsgeschichte zu übernehmen. Durch seine Predigten und durch die Taufen hat Johannes wie kein anderer die Wege für Jesus vorbereitet.

Schon vor seiner Geburt, so berichtet Elisabeth, hat er die Nähe des ebenfalls noch nicht geborenen Erlösers gespürt. Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. (Lk 1, 41) Und in dieser Begeisterung begrüßt Elisabeth ihre Verwandte Maria: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. …. In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. (Lk 1,42 u. 44)

Über die ersten dreißig Jahre des Lebens von Johannes dem Täufer wissen wir aus den Evangelien nichts. Aber wir dürfen annehmen, dass sich die beiden jungen Familien öfter getroffen haben und somit ein herzlicher und vertrauter Umgang von Johannes mit Jesus bestand. Zacharias sagt über seinen Sohn Johannes: Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; denn du wirst dem Herrn vorangehen und Ihm den Weg bereiten. (Lk 1,76) So wurde Johannes besonders gut auf seine spätere Aufgabe vorbereitet.

Johannes sagt über sich selbst: Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn! … Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht Der, Den ihr nicht kennt und Der nach mir kommt; ich bin es nicht wert, Ihm die Schuhe aufzuschnüren. (Joh 1, 26-27) Beeindruckend ist die Bescheidenheit des Täufers, der stets hinter Jesus zurücktritt. Nie verkündet er sich selbst, immer weist er hin auf den kommenden Messias.

Johannes tauft auch Jesus am Jordan und er sagt über Jesus zu denen, die dabei sind: Seht das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. (Joh 1, 29) Und Johannes bezeugt: Er ist der Sohn Gottes. (Joh 1, 34) Wie Johannes soll jeder Christ bekennen, dass Jesus der Sohn Gottes ist.

Jesus selbst sagt über Johannes: Er ist der, von dem es in der Schrift heißt: Ich sende meinen Boten vor Dir her; er soll den Weg für Dich bahnen. Ich sage euch: Unter allen Menschen gibt es keinen größeren als Johannes; doch der Kleinste im Reich Gottes ist größer als er. (Lk 7,27-28)

Das Lob für Johannes den Täufer aus dem Munde Jesu macht deutlich, dass der Täufer seine Berufung mit seinem ganzen Herzen und Handeln angenommen und gelebt hat. Johannes der Täufer wird noch lange vor Stephanus zum Märtyrer.

Wir können den Täufer in allen unseren Anliegen als Fürsprecher anrufen.
Wir können ihn um seine Unterstützung bei der Verkündigung des Glaubens bitten.
Und wie Johannes können wir demütig werden.
Wir können abnehmen, damit Jesus zunimmt und immer mehr in die Mitte der Kirche, in die Mitte der Welt und in die Mitte unseres eigenen Lebens kommt.


Foto: Falco auf Pixabay