2020-05-29 | Gottesfurcht

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7 Gaben des Heiligen Geistes

Komme, geheimnisvoller Atem, leiser zärtlicher Wind.
Hauche uns an, damit wir leben, ohne dich sind wir tot.  
Komme, Du Hoffnung aller Armen, schaff den Wehrlosen Recht.
Dass die Gebeugten sich erheben, dass sich Völker befrein.   
(Lothar Zenetti, Gotteslob 770)

Die Gabe der Gottesfurcht

Der moderne Mensch häkt sich für glücklich, wenn er jung, gesund, reich, gut aussehend ist. Und er hat große Angst davor, dass er eines Tages alt, krank, arm, häßlich sein wird. Diese Heidenanst hat nichts gemeinsam mit der Gottesfurcht, um die wir den Heiligen Geist bitten.

Auch die Angst vor einer harten Strafe, weil man ein bürgerliches Gesetz verletzt hat, weil man bei der Steuerhinterziehung oder bei der Übertretung einer Straßenverkehrsregel erwischt wurde, hat nichts mit der Gottesfurcht zu tun.

Auch wäre es falsch, Gott als einen Ordnungshüter zu sehen, der auf unsere Verfehlungen, auf unsere großen und kleinen Sünden mit einer unerbittlichen Strafe antwortet.

Bei der Gottesfurcht geht es vor allem um eine leidenschaftliche Liebe zu Gott, den wir einmal als unseren Schöpfer und Erlöser erkannt haben und nun nie wieder verlassen wollen. Wir wollen Gutes tun in Gedanken, Worten und Werken. Und unsere Trägheit und unseren Schwächen sollen auch nicht dazu führen, dass wir Gutes unterlassen. Jesus selbst hat uns gesagt: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. – Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. (aus Mt 25, 31-46)

In der Heiligen Messe beten viele Priester leise: „Hilf mir, dass ich Deine Gebote treu erfülle, und lass nicht zu, dass ich jemals von Dir getrennt werde.“  Denn die dauerhafte Abkehr von Gott ist das schlimmste Übel.

Jedem Sünder reicht Gott nach einer schweren Schuld die Hand zur Vergebung, wenn dieser demütig bereut und um Vergebung bittet. Wir erinnern uns an die Ehebrecherin, die gesteinigt werden sollte, an Saulus, der die Christen verfolgte und zum Paulus wurde und auch an den Schächer am Kreuz, der in letzter Minute noch zu Jesus gefunden hat.

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Der Heilige Geist möge mir die Gnadengabe der Gottesfurcht schenken,

damit ich nicht in Lauheit, Trägheit und Oberflächlichkeit verfalle,
damit ich Gottes Gebote und Weisungen treu befolge,
damit ich mich davor hüte, meinen Mitmenschen zu schaden,
damit ich Gott immer mehr und herzlicher liebe.


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