2020-04-09 | „Da Jesus die Seinen liebte…“

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Wenn wir den Gründonnerstag feiern, so erinnern wir uns vor allem an die Liebe, die Jesus zu den Aposteln und auch zu jedem von uns hat. Jesus will das Paschafest mit ihnen feiern und ihnen alles noch einmal sagen und zeigen, was Ihm besonders wichtig ist.

Jesus wusste, dass Seine Jünger Ihn schon bald im Stich lassen würden. Petrus wird dreimal feierlich leugnen, zu Jesus zu gehören. Vor Seiner Festnahme bittet Jesus die Apostel mit Ihm zu beten, aber sie schlafen. Jesus wird von allen verlassen sein, wenn Er verurteilt wird und wenn Er das schwere Kreuz tragen muss. Unter dem Kreuz stehen lediglich Maria und Johannes und einige weitere Frauen.

Mit der Fußwaschung im Abendmahlssaal setzt Jesus ein Zeichen der dienenden Liebe. Und die größte Liebe zeigt Jesus uns in der Einsetzung der Heiligen Messe: „Das ist mein Leib, das ist mein Blut.“ In diesem Opfer wird das Opfer Jesu am Kreuz sakramental gegenwärtig. Jesus beauftragt die anwesenden Jünger, dieses Opfer immer wieder bis zum Ende der Zeiten zu feiern. So ist der Gründonnerstag auch der Tag, an dem das Sakrament der Priesterweihe eingesetzt wird.

Heute wollen wir die Hl. Messe besonders andächtig mitfeiern und uns auch Zeit nehmen für die Eucharistische Anbetung nach der Hl. Messe. Wir danken Jesus und wir beten und wir nehmen uns vor, seine Liebe mit unserer Liebe und Treue zu beantworten.

Das ist mein Leib, das ist mein Leben,
das bin ich selbst an euch verschenkt,
das will ich euch zum Zeichen geben,
damit ihr immer an mich denkt.
Das ist mein Blut, für euch geflossen,  
im Tod hab ich mein Werk vollbracht. 
Für immer ist der Bund geschlossen,  
der euch zum Volke Gottes macht.

(Gotteslob 209, 2+3 – Text von Lothar Zenetti)


Gebetsbetrachtung für die Anbetung: Passion Jesu Christi in der Heiligen Hostie

NICHTS MEINER PASSION IST VERGANGEN
Es gibt keinen einzigen Augenblick Meines Leidens,
der nicht gegenwärtig wäre im Sakrament Meiner Liebe für dich.
Hier findest du Mich in jedem Detail Meiner Passion,
denn nichts von Meiner Passion ist vergangen.
Alles bleibt gegenwärtig und wirksam in den Geheimnissen Meines für dich hingegebenen Leibes und Blutes.
Wenn du mit Mir sein möchtest in Meinem Leiden,
komm zu Mir im Sakrament Meiner Liebe.
Wenn du mit Mir wachen möchtest in Gethsemani,
komm zu Meinem Altar und bleibe dort mit Mir.
Wenn du Mich in Meiner Gefangenschaft begleiten willst,
in Meinem Verhör, in Meiner Verurteilung
und wie Ich verspottet, gegeißelt und mit Dornen gekrönt wurde,
suche Mich in diesem Sakrament,
wo Ich auf ein wenig Mitgefühl warte von denen, die doch Meine Freunde sein wollen.
Ich trage immer noch Mein Kreuz,
das Gewicht deiner Sünden lastet schwer auf Meinen Schultern
und drückt Mich zu Boden.
Nichts von alledem ist vorüber oder vergessen,
es bleibt gegenwärtig im Sakrament Meiner Passion,
im Geheimnis Meines Opfers – vergegenwärtigt auf dem Altar –
und wo immer Ich auch bin,
bleibt es das reine, heilige, makellose Opfer, das du in der Hostie betrachtest.
Hier bin Ich gegenwärtig,
gekreuzigt, mit Meinen blutenden Wunden,
und Mein Gebet zum Vater durchdringt die Himmel.
Hier bin Ich gegenwärtig mit jenem Augenblick Meines Todes, in dem alles vollbracht ist.
Hier bin Ich gegenwärtig mit Meiner geöffneten Seite,
aus der Blut und Wasser strömen,
um Seelen rein zu waschen, sie zu heilen und sie wieder ins Leben zu rufen.
Ach, wüssten Meine Freunde nur darum,
dass Meine ganze Passion im Allerheiligsten Sakrament enthalten ist;
nicht als etwas in der Vergangenheit Begrabenes, das nicht mehr zurückzuholen wäre,
sondern als Meine vollkommene und  wirkmächtige Opfergabe an den Vater,
die hier und jetzt in jeder Einzelheit erneuert wird,
wenn auch sakramental und ohne nochmals Blut zu vergießen.
Dies haben all Meine Heiligen verstanden:
die Gegenwart Meiner Passion im Sakrament und dies Sakrament als Denkmal Meiner Passion.
Dies lehrt der Heilige Geist sogar die Kleinen und Armen,
die Meinen auf dem Altar vergegenwärtigten Geheimnissen ihre Herzen öffnen.
Es ist jene große Wirklichkeit, die heute so Viele vergessen haben.
Deshalb bitte ich dich:
komm hierher zu Mir im Sakrament, in welchem Ich dich erwarte,
und biete Mir in Meinem Leiden den Trost an,
den nur du Mir schenken kannst,
und auf den Ich so lange gewartet habe!
(P. M. Kirby (Vultus Christi); Übersetzung: Pfr. J. Schwarzmüller)

Es war vor dem Paschafest. Jesus wusste, dass Seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da Er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies Er ihnen Seine Liebe bis zur Vollendung. (Joh 13,1)



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