2019-09-20 | Weil jeder fehlt, der nicht geboren wird!

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Tätige Nächstenliebe ist vor allem da gefragt, wo Menschen leiden. In ganz besonderer Weise leiden Frauen, die ungewollt schwanger sind.

Die Initiative 1000plus setzt sich ein für diese Frauen. Und für den Schutz des Lebens. Seit Gründung vor etwa 10 Jahren haben bei 1000plus fast 50.000 ungewollt schwangere Frauen ein offenes Ohr gefunden und Hilfe erfahren – ca. 90% von ihnen im akuten Schwangerschaftskonflikt. Mit Phantasie und Know-how Frauen dort abholen, wo sie nach Informationen suchen – im Internet – und ihnen mit Herzblut und Professionalität die Hilfe, Beratung und Unterstützung geben, die sie benötigen, um Ja zu ihrem Kind zu sagen: das hat sich 1000plus auf die Fahnen geschrieben.

Lesen Sie selbst eins der vielen Zitate und Zeugnisse von Frauen, die die Beratung in Anspruch genommen haben:
Anja (Name verändert) ist ungewollt schwanger. Eigentlich glaubt sie, sich für das Kind entscheiden zu können. Doch ihr Freund setzt sie unter Druck….
Als er zu Hause war, saß ich völlig aufgelöst am Boden mit Tränen und habe ihm den Test hingehalten. Er hat nur meine Hände genommen und nichts gesagt. Ich schaute auf und fand auch keine Worte, nur Tränen liefen weiter über meine Wangen. Wir setzten uns aufs Sofa und er schaute mich an und sagte, ich bin da für dich! Aber nicht bereit für diesen Schritt, nicht bereit, jetzt Vater zu werden. Wieso passiert mir das? Du musst das Kind abtreiben! Wir können doch in zehn Jahren eine Familie gründen, dann habe ich alles erreicht und kann meinem Kind etwas bieten. Ich hielt einfach nur seine Hand.

Ich schluckte und sagte, ich weiß, du hast Angst und das ist für dich der einfachste Weg. Doch ich weiß nicht, was ich machen soll, denn ich wollte immer eine Familie, und nicht erst so spät. Ich habe sicher nicht gewollt, dass es ausgerechnet nach unserer Streitphase soweit ist. Und ich meinte zu ihm: „Ich weiß, dass ich zwei Möglichkeiten habe: Ich mach die Abtreibung oder ich behalte das Kind und stehe wahrscheinlich alleine da.“

Nach einer Zeit der Begleitung und Beratung meldet sich Anja schließlich folgendermaßen:
Ich möchte mich an dieser Stelle bei Ihnen bedanken, dass Sie für mich da waren in dieser schweren Zeit. Sie haben mir gezeigt, dass es immer einen Weg gibt und dass man nicht aufgeben sollte. Diese Erfahrung trage ich mit mir und ich freue mich darauf, durchs Leben zu gehen als Familie zu dritt. Wir können jede Hürde packen und gemeinsam meistern. Danke, dass Sie immer an mich geglaubt haben und mich in meinem Willen unterstützt haben! DANKE! Ich habe mir selbst sehr viel Druck gemacht und nun gemerkt, dass manchmal ein Schritt weniger nicht schlimm ist. Ich kann meinen Job behalten und der Chef freut sich über jedes Kind in der Firma. Die Bachelor-Prüfung trete ich nächstes Jahr an, ich kann nicht alles auf einmal bewältigen! Ich merke nun, wo meine Grenzen sind und was mir wirklich wichtig ist. Nach diesen schweren und dunklen Wochen sehe ich nun so viel Lachen und Freude. Ich habe sogar mein Gleichgewicht mit Lukas gefunden und wir genießen die gemeinsame Zeit, die wir noch zu zweit haben, in vollen Zügen.

Ich werde Ihnen dann ein Foto zukommen lassen von der kleinen Prinzessin. Das mache ich sehr sehr gerne! Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Liebe!
Herzliche Grüße, Anja

Sind Sie neugierig geworden auf mehr? Wollen Sie mitarbeiten in dieser Initiative? Oder kennen Sie Betroffene? Dann lesen Sie gerne weiter bei 1000plus oder kommen Sie zum Bistumstag am 28.09.in der Maria-Montessori-Schule in Krefeld, wo wir Frau Kerz begrüßen dürfen, die als Mitarbeiterin von 1000plus einen Workshop zum Thema leiten wird.

Am morgigen Samstag, den 21.09.2019, findet in Berlin der Marsch für das Leben statt.

Herzliche Grüße und Segenswünsche nach Berlin und an alle, die das Leben ebenso lieben wie der kleine Konrad*,

Ihr Christus in die Mitte! – Team


*Foto: Konrad, 1000plus, mit freundlicher Genehmigung