2019-09-05 | Audienz mit Gott

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Heute feiern wir die hl. Mutter Teresa, die in aller Welt bekannt ist für ihren aufopferungsvollen Dienst an den Ärmsten der Armen. Sie verkörpert wie kaum ein anderer Mensch in den letzten Jahrhunderten den nach außen hin wohl überzeugendsten Grundvollzug des Christentums: die tätige Nächstenliebe. Dafür wird sie geschätzt und verehrt auch von Anhängern anderer Religionen und hat zudem mit ihrem bescheidenen, aber durchaus auch schlagfertigen Auftreten viele Menschen nachhaltig berührt. Viele Bonmots zeugen von ihrer geistigen Klarheit, ihrem Humor; in ihren Schriften spiegeln sich tiefe mystische Erfahrungen wie auch schwere geistliche Kämpfe.

Sie ist uns ein Vorbild im Glauben, weil sie im armen, leidenden, in der Gosse liegenden Menschen den Herrn erkannt hat und weil sie nie einen Hehl daraus gemacht hat, von woher ihr die Kraft für ihr unermüdliches Engagement zufloss. Mich dürstet (Joh 19,28) steht heute auf Geheiß von Mutter Teresa in allen Kapellen der Missionarinnen der Nächstenliebe an der Wand neben dem Kruzifix. Der Durst der Leidenden nach Zuwendung und Liebe korrespondiert mit dem Durst Jesu am Kreuz, der alle Menschen von Sünde und Tod erlösen und auf ewig an sich ziehen will.

Die sprudelnde Kraftquelle der Schwestern ist das Gebet, vor allem die Anbetung. Mutter Teresa schreibt: „Erst nachdem wir 1973 mit der täglichen heiligen Stunde anfingen, begann unsere Gemeinschaft zu wachsen und zu blühen… In unserer Kongregation hatten wir bereits eine Anbetungsstunde pro Woche, erst 1973 entschieden wir uns für eine Stunde jeden Tag. Wir haben viel Arbeit. Unsere Krankenhäuser und Sterbehäuser sind überall voll. Als wir mit der täglichen Anbetung begannen, wurde unsere Liebe zu Christus viel intimer, unsere Liebe zueinander verständnisvoller, unsere Liebe zu den Armen mitleidvoller und die Anzahl der Berufungen hat sich verdoppelt. Gott hat uns mit vielen wunderbaren Berufungen gesegnet. Die Zeit, die wir in unserer täglichen Audienz mit Gott verbringen, ist der wertvollste Teil des ganzen Tages.“

Es ist ein schöner „Zufall“, dass der heutige Festtag der hl. Mutter Teresa auf den ersten Donnerstag des Monats fällt, der dem Gebet für die Priester und für Priesterberufungen gewidmet ist. Die Initiative Freunde von Bethanien lädt dazu ein, sich allmonatlich am Priesterdonnerstag zur Bethanien-Stunde an Orten der Eucharistischen Anbetung oder auch online zu versammeln, um für unsere Priester und für Priesterberufungen zu beten. Ob in einer ärmlichen Kapelle in den Slums von Kalkutta, in prächtig geschmückten Kathedralen oder eher nüchternen Pfarrkirchen: der Herr ist da und wartet auf uns! Er will uns beschenken mit der Erfahrung Seiner Gegenwart, Er lädt uns ein, bei Ihm auszuruhen und neue Kraft zu schöpfen, Er spendet Segen in Fülle.
Worauf warten wir eigentlich noch?

Im Gebet verbunden,

Ihr Christus in die Mitte! – Team


PS: Wir gehen mit wachsender Vorfreude unserem Treffen am 28. September entgegen. Bitte denken Sie daran, sich anzumelden, ihre Familie/ Freunde/ ihre Gemeinde etc. mitzubringen und schon mal zu gucken, an welchen beiden Workshops sie teilnehmen möchten. Wir freuen uns immer sehr über Rückmeldungen, Anregungen und praktische Hilfe, z. B. beim Verteilen von Plakaten, Faltblättern und Flyern! 🙂 Vergelt´s Gott!


Foto: Rachael Cox, Unsplash- 3vMs11db5Fs