2019-03-24 | Oculi

„Meine Augen schauen stets auf den Herrn, denn Er befreit meine Füße aus dem Netz. Wende Dich mir zu uns sei mir gnädig, denn ich bin einsam und gebeugt.“ (Ps 25,15f/ Introitus des dritten Fastensonntags „Oculi“ – dt.: Augen)

Wie schauen wir auf Gott und auf uns selbst? Und welches Ansehen haben wir bei Gott?
Ein paar Augenblicke in der Bibel:

„Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Und siehe, es war sehr gut.“ (Gen 1,31a)

Jesus sagt: „Wer sind meine Mutter und meine Brüder? Und Er blickte auf die Menschen, die im Kreis um Ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter. (Mk 3,33b-35)

„Jesus fühlte, dass eine Kraft von Ihm ausströmte, und Er wandte sich in dem Gedränge um und fragte: Wer hat mein Gewand berührt? Seine Jünger sagten zu Ihm: Du siehst doch, wie sich die Leute um Dich drängen, und da fragst Du: Wer hat mich berührt? Er blickte umher, um zu sehen, wer es getan hatte.“ (Mk 5,30-32)

„Man brachte einen Gelähmten auf seinem Bett zu Ihm. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte Er zu dem Gelähmten: Hab Vertrauen, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!“ (Mt 9,2)

„Als Jesus weiterging, sah Er einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Und Matthäus stand auf und folgte Ihm
nach.“ (Mt 9,9)

„Als Er die vielen Menschen sah, hatte Er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben.“ (Mt 9,36)

„Jesus aber blickte ihn an, gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eins fehlt dir. Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib den Erlös den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben, Dann komm und folge mir nach!“ (Mk 10,21)

„Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden – das heißt übersetzt: Christus. Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen, das bedeutet: Petrus, Fels.“ (Joh 1,40-42)

„Eine Magd sah ihn am Feuer sitzen, schaute ihn genau an und sagte: Der war auch mit Ihm zusammen. Petrus aber leugnete es und sagte: Frau, ich kenne Ihn nicht. Kurz danach sah ihn ein anderer und bemerkte: Du gehörst auch zu ihnen. Petrus aber sagte: Nein, Mensch, ich nicht! Etwa eine Stunde später behauptete wieder einer: Wahrhaftig, der war auch mit Ihm zusammen; er ist doch auch ein Galiläer. Petrus aber erwiderte: Mensch, ich weiß nicht, wovon du sprichst. Im gleichen Augenblick, noch während er redete, krähte ein Hahn. Da wandte sich der Herr um und blickte Petrus an.“ (Lk 22,60f)

Allezeit angewiesen auf Gottes Barmherzigkeit sind wir in der Fastenzeit in besonderer Weise dazu aufgerufen, unserem Nächsten liebevoll und freigiebig zu begegnen.

„Seit alters her haben die Christen es als einen besonderen Sinn des Fastens angesehen, mit den Armen zu teilen. Mehr noch als sonst im Jahr sollen wir Christen uns in der Fastenzeit sorgen um Menschen in leiblicher und seelischer Not, um Alte, Kranke und Behinderte, um mutlose, ratlose und verzweifelte Menschen, in denen uns Christus begegnet. Von daher hat das am Ende der Fastenzeit erbetene Opfer seinen Sinn. Besonders wichtig ist unser Dienst an der Versöhnung in einer Zeit, die von vielen schmerzlichen Spaltungen heimgesucht wird. Lehrt doch der Herr selbst, dass vor dem Opfer die Versöhnung unter den Schwestern und Brüdern erfolgen muss. Diese ist eng mit der Bekehrung des Herzens verbunden. Sie ist der notwendige Weg zu einer Verständigung unter den Menschen. Der Auftrag zur Versöhnung gilt für uns jederzeit, aber in der österlichen Bußzeit sind wir aufgerufen, uns dieses Anliegen besonders zu eigen zu machen. Wo die österliche Bußzeit Jahr für Jahr eine von jeder Gemeinde und der ganzen Kirche begangene Zeit des Gebetes, des Fastens und der Nächstenliebe ist, wird sie zu einer Art „großer, 40- tägiger Jahresexerzitien“ des heiligen Volkes Gottes, die in die gemeinsame Erneuerung des Taufversprechens und in die gemeinsame Feier des österlichen Geheimnisses einmündet.“ (aus der Weisung zur kirchlichen Bußpraxis der Deutschen Bischofskonferenz)

Hier einige Hinweise auf gute Veranstaltungen im Bistum und darüber hinaus:

2019-03-24 | miteinander BETEN
2019-03-25 | Taizé-Gebet in St. Foillan, Aachen
2019-03-28 | Einkehrtage mit Pater Petar Ljubicic
2019-03-30 | Alpha-Trainings- und Informationstag
2019-03-30 | Einkehrtag „Die zehn Gebote – Schutzengel unserer Freiheit“

Gottes Segen für die kommende Woche,

Ihr Christus in die Mitte! – Team


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